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IVF-Praxisbeispiel 1

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Dieser Beitrag ist seit dem 07.01.2001 auf dieser Webseite.

Patientenbiographien

In-vitro- Fertilisation - Beispiel F1:

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Patientin ist verheiratet, keine Kinder. Unerfüllter Kinderwunsch seit acht Jahren. Die sieben Jahre davor wurden Kinder mit der Antibabypille verhütet. Nach der Heirat stellten sich keine Kinder ein.

Sechs Monate und einen Monat vor der erstmaligen Konsultation in meiner Praxis zwei In-vitro-Fertilisationen (IvF) mit insgesamt fünf Embryonen. Beide Male waren die Embryonen gestorben.

Seit den IvF fühle sie sich in allen Aktivitäten gehemmt. Sie war trainierte Sportlerin und habe ihre ganze Kondition verloren.

Es seien starke Unterleibsschmerzen aufgetreten. Zwischen dem ersten und dem zweiten IvF-Versuch bildeten sich Eierstockzysten. Auch jetzt habe sie starke Unterleibsschmerzen, auch seien jetzt wieder Eierstockzysten aufgetreten. Ihre Regel sei vor zehn Tagen ausgeblieben, jetzt nehme sie ein Hormon, das die Regel auslösen solle.

Kopfschmerzen seit dem ersten IvF-Versuch vor sechs Monaten, jetzt nach dem zweiten Versuch verstärkt. Die Kopfschmerzen würden zeitweise aussetzen, aber mehrmals täglich immer wieder auftreten.

Seit der ersten IvF würden immer wieder Scheidenpilz-Entzündungen auftreten.

Oft sei ihr schwindlig und sie versuche manchmal, den Kreislauf durch Joggen, Radfahren und Wandern anzuregen; dies gelinge aber nicht gut, da ihr die Kondition fehlt, diese Aktivitäten eine Zeit lang durchzuhalten.

Seit den IvF-Versuchen habe sie Hautausschläge, insgesamt ist die Haut sehr trocken im Vergleich zu früher.

Starke innerlich Unruhe, sie sei beunruhigt, mache sich sehr viele Sorgen über ihre Gesundheit, sie habe das Gefühl, dass sie mit den notwendigen Hormonbehandlungen ihrem Körper zuviel zugemutet habe. Auch frage sie sich, ob das Vorgehen überhaupt richtig gewesen sei.

Sie sei sehr depressiv geworden und müsse oft weinen. Sie habe sich sehr von ihren Bekannten zurückgezogen und könne mit niemandem über ihre Probleme sprechen, nicht mal mit ihrem Mann. Früher viel es ihr leicht, auf ihre Mitmenschen zuzugehen.

Abends leide sie unter quälenden Einschlafstörungen, obwohl sie dann sehr müde und erschöpft sei. Nachts wache sie mehrmals auf, schlafe aber gleich wieder ein. Früher habe sie nie Träume gehabt, jetzt träume sie aber viel und ohne bestimmte Thematik, nur wirres Zeug.

Sie sei sehr reizbar, wütend mit sich selbst, weil sie sich dieses alles angetan habe.

Früher habe sie guten Appetit gehabt, derzeit sei ihr nach jedem Essen übel, nichts schmecke ihr mehr richtig.

Vor den IvF-Versuchen:

Ein Jahr zuvor habe sie eine Nierenbeckenentzündung gehabt, seit zwei Jahren treten Allergien auf.

Bei der Inspektion des Gebisses fallen mehrere Amalgamfüllungen und mehrere Goldkronen bzw. Inlays auf. Ein Zahn im Frontzahnbereich scheint abgestorben zu sein.

 

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Anmerkung:

Aus medizinkritischer Sicht muss das Vorgehen der Fortpflanzungsmediziner scharf verurteilt werden. Gut 12.000,- DM wird das Fortpflanzungsinstitut von der Krankenkasse dieser Patientin erhalten haben. Die sogenannte „Tubendurchlässigkeit", die ja erforderlich ist, damit die Spermien das Ei überhaupt erreichen, wurde in diesem Falle vor der „Behandlung", wie diese Mediziner ihr skrupelloses Vorgehen euphemistisch umschreiben, nicht geprüft. Falls also verklebte Eileiter die Ursache der Sterilität gewesen sein mögen, so hätte eine Wiederherstellung der natürlichen Fruchtbarkeit durch einfaches „Eileiterdurchblasen" in einer kurzen Narkose erreicht werden können.

Die Sterilität begann bei dieser Patientin vor acht Jahren nach Absetzen der zuvor sieben Jahre lang eingenommenen Antibabypille. Der Fortpflanzungsmediziner mit Professorentitel, der diese Patientin „behandelt" hat, hat sich in der Vergangenheit häufig durch Presseverlautbarungen bemerkbar gemacht, mit denen er die Antibabypille als harmlos darstellte. Nun hat er gut an der Post-Pillensterilität verdient.

Fernerhin wurde nicht berücksichtigt, dass die Patientin durch die Amalgamfüllungen einer Schwermetallbelastung durch Quecksilber ausgesetzt ist, welche Fruchtbarkeitsstörungen zur Folge haben kann. Toxisches Quecksilber aus Amalgamfüllungen hemmt in geringster Menge enzymatische Vorgänge und kann Allergien auslösen. Seit zwei Jahren bestanden bei dieser Patientin bereits Allergien. Es wurde nicht getestet, ob möglicherweise Sperma-Antikörper vorhanden sind. Es wurden auch keine Tests in Bezug auf Mineralstoffdefizite durchgeführt. Möglicherweise hätte während und nach Amalgam- und Gebisssanierung die Gabe von Spurenelementen eine Verbesserung der Fruchtbarkeit bei dieser Patientin hervorgerufen. Dem Paar wurde auch keine Schulung für die Natürliche Empfängnisregelung angeboten, damit es den Geschlechtsverkehr auf die optimal fruchtbare Zeit konzentrieren konnte.

Alles in allem kann aus medizinkritischer Sicht gesagt werden, dass das Vorgehen der Fortpflanzungsmediziner nur im Sinne des Profits „ganzheitlich" gewesen ist, dass aber der Mensch bei diesen Medizinern nicht im Mittelpunkt gestanden hat.

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Stand: 14. Dezember 2012
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