www.medizinkritik.de

Praxis Manfred van Treek - Viernheim

Home Nach oben Inhalt

Buch: „Alles wird gut"

Schnell schwanger? ] Amenorrhö ] Wann neu fruchtbar? ] Fruchtbarkeitsstörung ] IVF - Ein Geschäft ] [ Buch: „Alles wird gut" ] Wohin ....Medizin? ] Ungewollt kinderlos? ] IVF-Praxisbeispiel 1 ]

 

Diese Buchbesprechung ist seit dem 30.05.2004 auf dieser Webseite

horizontal rule

Barbara Brassel:

„Alles wird gut – sagt ein kinderloses Paar"

Bakiba-Verlag

horizontal rule

In ihrem Buch: „Alles wird gut ... sagt ein kinderloses Paar" berichtet die Autorin Barbara Brassel von ihren eigenen Wegen und Irrwegen durch die Reproduktionsmedizin. Neun Jahre lang beherrschte nahezu ausschließlich das Thema „Wunschkind" ihr Leben und das ihres Mannes. Die Autorin lebte verbissen und mit allerlei Rechtfertigungen von einem Fertilisationsversuch zum nächsten. Sie war „zu allen Schandtaten bereit", wie die den Reproduktionsmedizinern bei jedem neu angebotenen Versuch versicherte.

Einige Zitate: „Ich komme mir nicht wie eine Frau vor, sondern wie eine nicht funktionierende Gebärmaschine. Alles stimmt im Ablauf. Medikamente, Hormonwerte ...., nur ich bin es am Ende, die die Schwachstelle ist. Ich bin im medizinischen Apparat verhaftet und bringe doch keine Leistung." „Ich bin von all dem Hormonzeug aufgedunsen und fett und finde mich nur hässlich". „..., dass ich einfach bald keine Hoffnung mehr sehe. Ich bin so verzweifelt. Ich komme mir wie eine Ertrinkende vor, die mit den Armen rudert, um nicht unterzugehen. Dann wiederum packt mich die wilde Energie und ich glaube fest, dass es klappt." (S. 232 f.)

Das Buch ist zwar kein eindeutiges Statement gegen die IVF. Das Resümee könnte lauten: seht her, so ist es mir ergangen, so kann es einer Frau, einem Paar ergehen, das sich auf so etwas einlässt, aber wenn Ihr genügend Hoffnung, ein dickes Fell und Durchhaltevermögen besitzt, dann könnt Ihr ja diese Chance von etwa 25 bis 33 % ergreifen.

Barbara Brassel hatte mehrere Inseminationen, zweimal IVF (In-Vitro-Fertilisation) und einmal ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion). Bevor die zweite ICSI beginnen konnte, wurde bei ihr Hautkrebs festgestellt. Nach der erfolgreichen Operation des Hautkrebses (es waren noch keine Metastasen aufgetreten) wurde sie spontan schwanger! Doch die Manipulationen an ihren Fortpflanzungsorganen und an ihrem Hormonsystem waren wahrscheinlich so schwer, dass der Embryo sich nicht in der Gebärmutter einnisten konnte. Es war eine Eileiterschwangerschaft.

Die Ehrlichkeit, mit der Barbara Brassel in die Höhen und Tiefen ihres Seelenlebens Einblick gewährt, macht dieses Buch so wertvoll.

Home ] Nach oben ]

Mitteilung an die

Redaktion schreiben

Copyright © 2001 Manfred van Treek
Stand: 14. Dezember 2012
Webhosting von http://www.jsr-internetpartner.de