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Schnell schwanger?

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Dieser Beitrag ist seit dem 04.11.2004 auf dieser Webseite

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Gynäkologe will schnelle Schwangerschaft

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Folgende Anfrage erhielt die Redaktion Medizinkritik am  5.10.2004:

 

Hallo,

ich habe mir aufmerksam den Text "Fruchtbarkeitsstörung nach 8 Jahren Pille - 3/4 Jahr nach Absetzen immer noch nicht schwanger" durchgelesen!

Ich möchte kurz meinen Fall schildern:

Ich habe ca. 11 Jahre lang ohne Unterbrechung die Pille genommen. Inzwischen bin ich 27 Jahre alt und bei uns besteht jetzt Kinderwunsch. Deshalb habe ich vor ca. 3 Monaten die Pille abgesetzt. Ich möchte vorweg nehmen, dass wir immer davon ausgegangen sind, nicht sofort schwanger zu werden. Es wäre zwar schön, zermürbt uns aber nicht, weil es nicht gleich klappt. Mein Problem ist allerdings meine Zyklusstörung. Als ich meine "letzte" Pille eingenommen hatte, musste ich aufgrund einer Blasenentzündung Antibiotika nehmen. Mein Frauenarzt hatte mir vor dem Absetzen empfohlen, Folsäure einzunehmen. Das tue ich seitdem. Nach dem Absetzten bekam ich allerdings exakt 14 Tage später (am 18.08.2004) als sonst, sprich mit Pille, meine Regel. Mein Problem ist, dass ich meine Tage heute (05.10.2004) immer noch nicht habe. Schwangerschaftstest habe ich jetzt bereits 3 hinter mir, alle negativ.

Mein Frauenarzt hat mich aufgrund meiner ständigen Unterleibsschmerzen per Ultraschall auf eine Zyste untersucht, aber glücklicherweise nichts gefunden. Trotzdem bin ich verunsichert, mir ist durchgehend schwindelig und ich habe Unterleibschmerzen (meist die linke Seite). Im Augenblick bin ich einfach nur froh, wenn meine Tage wieder einsetzen und man sich die fruchtbarsten Tage raussuchen kann. So wissen wir jetzt leider gar nicht woran wir sind.  Evtl. können Sie mir weiterhelfen oder von Erfahrungen berichten. Ich möchte allerdings auch noch dazu sagen, dass mein Frauenarzt ähnliches mit mir vorhat wie im Fall "Fruchtbarkeitstörungen nach 8 Jahren..."! Mein Mann sollte jetzt erst seine Spermien untersuchen lassen (darauf hat der Arzt allerdings bestanden) und dann möchte er (in ca. 1 Woche, sprich 4 Wochen nach Ausbleiben der Regel) meine Tage künstlich auslösen. Da ein Bluttest ergeben hat, dass ich zuwenig Eisprung fördernde Hormone habe, möchte er mir dementsprechend nachdem meine Tage wieder (künstlich) einsetzen auch ein Medikament verschreiben, um den Eisprung zu ermöglichen. Ich möchte damit nur darauf hinweisen, dass wohl mehrere Frauenärzte diese Auffassung teilen, schnellstmöglich alles künstlich zu erreichen. Bei verzweifeltem Kinderwunsch vielleicht verständlich, für uns allerdings (noch) nicht in Frage kommend. Mir geht es erst einmal wirklich nur darum, wieder einen normalen Zyklus zu haben, um dann auf natürliche Art und Weise die fruchtbaren Tage auszurechnen um bald schwanger zu werden.

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass ich es ganz toll finde, dass es eine Seite wie diese gibt.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Einen schönen Gruß

Frau S.

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Antwort der Redaktion Medizinkritik am 2.11.2004:

 

Sehr geehrte Frau S.

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Leider konnte ich erst jetzt antworten.

Wenn Ihr Gynäkologe Ihre Menstruation mit naturidentischem Progesteron „künstlich“ auslösen will, dann treffen sich ausnahmsweise mal Naturheilkunde und Gynäkologie. Soll aber ein künstlicher Progesteronersatzstoff verwendet werden, dann empfehle ich die Aufkündigung der Zusammenarbeit. Auch mit naturheilkundlichen Aderlässen kann man „künstlich“ die Menstruation auslösen. Es gibt außerdem starke menstruationsauslösende Tees, z.B. das Gottesgnadenkraut Herba gratiolae. Herba gratiolae kann allerdings heftige Unterleibskrämpfe hervorrufen, wenn es stark dosiert ist.

Es ist aufgrund der jahrelangen Verhütungspillenmanipulation bei Ihnen noch viel zu viel gestört, und das muss sich erst mal mit Hilfe von natürlichen Heilmethoden und selbstverständlich Geduld wieder einregulieren.

Sie selber schildern ja, dass Sie in Bezug auf das angestrebte Kind geduldig sind. Umso weniger verstehe ich, dass der Gynäkologe es so eilig hat und nicht bereit ist, Ihrem Organismus einschließlich Hormonsystem Zeit zur Regeneration zu lassen.

In dem jüngst auf dieser Webseite veröffentlichen Artikel „Amenorrhö und Unfruchtbarkeit nach 12 Jahren Pille“ habe ich die Methode der „Lunazeption“ beschrieben. Bitte schauen Sie sich das mal an und überlegen, ob dies nicht ein Weg für Sie wäre.

Noch etwas: sparen Sie sich doch das Geld für die teuren Schwangerschaftstests. Kaufen Sie sich den „Rötzer“, also das Buch „Natürliche Empfängnisregelung – der partnerschaftliche Weg“ aus dem Herder-Verlag. Zyklustabellen können Sie kostenlos bei www.iner.org downloaden. Am ungewohnten weiteren Anstieg der Aufwachtemperatur um ca. 0,1 bis 0,3 °C ca. 6-10 Tage nach dem Beginn der Temperaturhochlagenphase können Sie „mit dem Thermometer“ messen, ob Sie durch Verkehr an den fruchtbaren Tagen dieses Zyklus schwanger geworden sind.

Eine Frau mit unregelmäßigem Zyklus, die Zyklusselbstbeobachtung macht, erreicht schneller wieder einen geregelten Zyklus. Das ist eine vielfache Erfahrung von Prof. Rötzer. Vielleicht kann Ihnen auch die Webseite www.hormonselbsthilfe.de weiterhelfen.

Viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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