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Risiken durch Pille

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Dieser Beitrag ist seit dem 14.06.2002 auf dieser Website

 Gesundheitsrisiken

durch Verhütungspillen

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Nachfolgender Artikel vom 20.5.2002 ist www.kath.net, einem katholischen Nachrichtendienst entnommen. Es handelt sich um eine Recherche über

Erhöhte Risiken bei Pillenbenutzerinnen für

Thrombosen, Embolien, Brust- und Gebärmutterhalskrebs

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London (kath.net/Zenit.org)

Aktuelles » Bittere Medizin: Gesundheitsrisiken durch Verhütungspillen

Neues Beweismaterial für Gesundheitsrisiken durch Verhütungspillen reichlich vorhanden. Doch sie bleiben im Handel.

Neueste Erfahrungsberichte unterstreichen die Gefahren, die Empfängnisverhütungspillen, darunter auch die neuesten Varianten, für Frauen darstellen. Die Ausgabe des “British Medical Journal” vom 13. April enthält einen Artikel, in dem berichtet wird, dass holländischen Ärzten von ihrer eigenen Berufsgenossenschaft davon abgeraten wird, ein neues, niedrig dosiertes orales Empfängnisverhütungsmittel, das unter der Handelsbezeichnung Yasmin auf dem Markt ist, zu verschreiben, bis Studien festgestellt haben, ob es so sicher ist wie andere empfängnisverhütende Pillen.

Das neue Empfängnisverhütungsmittel ist seit 2000 in einigen europäischen Ländern erhältlich und wurde von der US-Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente im Mai 2001 genehmigt.

Im letzten Jahr starb ein 17jähriges holländisches Mädchen, das Yasmin genommen hatte, an einer venösen Thrombose. Ohne dass eine direkte Verbindung mit Yasmin aufgezeigt wurde, sind 40 Fälle venöser Thrombose bei Frauen, die Yasmin nahmen, in Europa gemeldet worden, zwei davon verliefen tödlich, berichtete das Britische “Medical Journal”.

In einer holländischen Rundfunksendung sagte Frits Rosendaal, Professor für klinische Epidemiologie am medizinischen Zentrum der Universität Leiden, über Yasmin: “Ich bin nicht völlig davon überzeugt, dass das Mittel absolut sicher ist.” Er zeigte sich alarmiert darüber, dass nicht weniger als 40 Fälle so früh nach der Registrierung der Pille spontan von Ärzten gemeldet wurden.

Fast gleichzeitig veröffentlichte die Londoner “Times” am 12. April eine Meldung, wonach eine neue Verhütungspille zum Tod der 15jährigen Claire Louise Stanley geführt habe. Das Mädchen bekam nach der Einnahme der Pille eine tiefe Venenthrombose in ihren Beinen und starb an einem gewaltigen Blutgerinnsel in der Lunge, das von einem Arzt als das größte beschrieben wurde, das er jemals gesehen habe.

Vier Ärzte, die das Mädchen untersuchten, erkannten den Zusammenhang der Verschlechterung ihres Zustands mit der Verhütungspille der zweiten Generation, Cilest, erst nach ihrem tödlichen Zusammenbruch. Cilest, ist, so die “Times”, bei Teenagern in den Vereinigten Staaten beliebt, weil es auch gegen unreine Haut hilft.

In England habe zu Anfang des Jahres auch eine Anhörung vor Gericht über die Gesundheitsrisiken durch Empfängnisverhütungsmittel begonnen. Der “Guardian” berichtete am 27. Februar, dass ein Prozess im Namen von 100 Frauen beim Obersten Gericht angestrengt worden sei. Man erwarte, dass die Anhörung ungefähr fünf Monate dauern werde.

Die Empfängnisverhütungsmittel, um die es bei der Befragung geht, gehören zu den Verhütungspillen der “dritten Generation” und betreffen drei Hersteller -- Schering Healthcare, Organon Laboratories und Wyeth. Die Frauen, die hinter dem Prozess stehen, waren im Teenageralter, im Alter zwischen 20 und 30 und im Alter zwischen 30 und 40 und waren alle gesund, bevor sie die Empfängnisverhütungsmittel nahmen. Sieben von ihnen starben infolge der Einnahme, während andere schwere Gesundheitsschäden erlitten.

Der “Guardian” berichtete, man habe von den Pillen der dritten Generation, die in den 1980er Jahren eingeführt wurden, eine Reduzierung der Gesundheitsrisiken erwartet. Aber 1995 habe die Überwachungsbehörde für Pharmaerzeugnisse der britischen Regierung, der ‚Ausschuss für die Sicherheit von Medikamenten‘, nachdem er die frühen Ergebnisse dreier Studien gesehen hatte, eine Warnung herausgegeben, dass den neueren Pillen nicht der Vorzug gegeben werden sollte.

Eine Analyse von sieben Studien seit 1995, über die im britischen “Medical Journal” im vergangenen Jahr berichtet wurde, kam zu dem Ergebnis, dass die Pillen der dritten Generation ein 1,7-faches Risiko potentiell tödlicher Blutgerinnsel mit sich bringe als die zweite Generation, immerhin sei das Risiko für Erstbenutzer ohnehin höher.

Ein aufschlussreiches Beweisstück über die Gefahren der Drittgenerationspillen wurde von der “Sunday Times” am 3. März veröffentlicht. Das Blatt enthüllte, dass eine interne Studie der Medikamentenfirma Wyeth festgestellt hat, dass bei diesen Pillen, die von Hunderttausenden von Frauen im Vereinigtem Königreich genommen werden, die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine tiefe Venenthrombose erzeugen, fast zweimal höher ist als bei früheren Pillenvarianten.

Dieses Problem berührt acht von 10.000 Frauen, welche die Pillen der dritten Generation nehmen, hieß es in der “Sunday Times”. Wyeth hatte eine Studie durchgeführt, die sich über 7 Jahre erstreckte, 3.285 Frauen erfasste und Informationen aus der britischen ‚General Practice Research Database bezog.

Erhöhte Krebsrisiken

Etwas später, am 26. März, berichtete BBC, dass bei Frauen, die in irgendeiner Phase ihres Lebens empfängnisverhütende Pillen genommen haben, die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, um 26 Prozent höher ist als bei Frauen, die nie Empfängnisverhütungsmittel genommen hatten.

Weiterhin zeigte die neueste Untersuchung, dass bei denjenigen, welche die Pille über längere Zeiträume genommen hatten, das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 58 Prozent größer war, verglichen mit denen, die sie nie genommen hatten. Der höchste Prozentsatz der Erhöhung des Risikos, 144 Prozent, fand sich bei Frauen über 45, die immer noch die Pille nahmen.

Dr. Merethe Kumle, der die Forschung durchführte, sagte: “Es ist deutlich, dass orale Empfängnisverhütungsmittel das Risiko einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen, besonders wenn sie in der späteren Periode ihres reproduktiven Lebens eingenommen werden.”

Die Studie wurde auf der dritten europäischen Brustkrebs-Konferenz in Barcelona, Spanien, vorgestellt. Sie stützt sich auf Daten von 103.000 Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren. Dr. Kumle vom Institut für Gemeinde-Medizin in Tromsö, Norwegen, arbeitete mit Forschern in Schweden und Frankreich zusammen, um Daten der Studie ‚Lebensstil und Gesundheit von Frauen‘ auszuwerten, die in Norwegen und Schweden durchgeführt worden war.

Den meisten der Frauen, welche die Pille genommen hatten, nahmen die moderneren, zur Zeit von den Ärzten verschriebenen Sorten.

Am selben Tag, an dem der BBC-Bericht erschien, brachte “Associated Press” einen Artikel über die Gefahr, infolge der Einnahme von oralen Kontrazeptiva an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Nach einem Bericht in dem Ärzteblatt “The Lancet” ist das Risiko für Frauen, die mit dem weit verbreiteten durch Geschlechtsverkehr übertragenen menschlichen Papillon-Virus (HPV) infiziert sind, die Wahrscheinlichkeit, an Gebärmutterkrebs zu erkranken höher, wenn sie mehr als fünf Jahre lang Pillen zur Geburtenkontrolle genommen haben.

Die Studie wurde von der Internationalen Behörde für Krebsforschung durchgeführt, einer Abteilung der Welt-Gesundheits-Organisation. Forscher haben Daten von acht früheren Studien über 3.769 Frauen aus vier Kontinenten vereinigt. Von diesen hatten 1.853 Gebärmutterkrebs und 1.916 nicht.

Die WHO-Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei den Frauen, welche die Pille genommen hatten, die Wahrscheinlichkeit, Träger von HPV zu sein, nicht höher war als bei den anderen. Aber bei den mit HPV infizierten, die Pillen zur Geburtenkontrolle insgesamt fünf Jahre lang oder länger genommen hatten, war die Wahrscheinlichkeit, Gebärmutterkrebs zu bekommen, fast dreimal so hoch, wie bei den mit HPV infizierten Frauen, die nie die Pille genommen hatten. Das erhöhte Risiko bestand weiter bis 14 Jahre nach dem Absetzen der Verhütungsmittel.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, Gebärmutterkrebs zu bekommen, beträgt ungefähr ein Prozent. Nach den neuen Ergebnissen, könnte eine fünfjährige oder noch längere Einnahme der Pille dieses Risiko auf ungefähr drei Prozent hochtreiben. Und die Einnahme der Pille über insgesamt zehn Jahre könnte das Risiko auf ungefähr vier Prozent erhöhen.

Bei fast 360.000 Frauen wurde weltweit im Jahr 1990 Gebärmutterkrebs diagnostiziert. Das ist das letzte Jahr, für das Zahlen vorliegen. Von diesen Frauen starben 190.000 an der Krankheit. Es ist der zweithäufigste Krebs bei Frauen.

Neueste Informationen sind auch über die Gefahren der Abtreibungspille RU-486 ans Licht gekommen. Danco Laboratories, Hersteller von RU-486, habe einen Brief an Ärzte geschrieben, um sie zu informieren, dass sechs Frauen schwer erkrankt und zwei gestorben seien, nachdem sie das Abtreibungsmittel genommen hatten, berichtete die “Washington Post” am 18. April.

Es sei in keinem der Fälle eine ursächliche Beziehung zwischen dem Mittel und den Krankheiten festgestellt worden, heißt es in dem Brief. Trotzdem war die Gesellschaft beunruhigt genug, um das Warnsignal auszusenden und die Ärzte zu informieren, die dieses Erzeugnis bestellt haben, und sie darum zu bitten, irgendwelche schweren unglücklichen Vorfälle bei den Frauen mitzuteilen, die das Mittel bekommen haben.

Frauen, die sich von Verhütungs- und Abtreibungsmitteln “Befreiung” erhofft haben, könnten nun Gefahr laufen, etwas zu bekommen, womit sie nicht gerechnet haben.

© www.kath.net   20. 05. 2002

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Stand: 14. Dezember 2012
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