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Natürliche Hilfen

Spät ein Kind ? ] Pille gefährdet .... ] [ Natürliche Hilfen ]

 

Dieser Beitrag ist seit dem 11.02.2005 auf dieser Webseite

 

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Nachlassen der Fruchtbarkeit mit 35

Bei ausgeprägtem Kinderwunsch Versuch mit natürlichen Hilfen

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Folgende Anfrage erhielt die Redaktion Medizinkritik am 16.12.2005:

 

Hallo,

 

ich bin 35 Jahre alt und habe eine Tochter (7). Ich hatte schon vor Jahren Schwierigkeiten, schwanger zu werden (meine Zyklen waren sehr lang und unregelmäßig und das Spermiogramm meines Partners war nicht besonders gut).

Seit einiger Zeit habe ich einen neuen Partner und wir möchten nun ein Kind haben. Erst vor ca. 2 Jahren begann ich die Pille zu nehmen, die mir bei Akne und Haarausfall sehr geholfen hat (die Hormone waren immer ok).

In Oktober setzte ich die Pille ab. Die erste Periode kam nach ca. 5 Wochen, die nächste nach 32 Tagen. Im dritten Zyklus nahm ich in den ersten 2 Wochen Ovaria comp. und Sepia D3, danach Bryophyllum. Die Periode kam nach 28 Tagen. Ich hatte keine Brustschmerzen mehr, was ich auf die Normalisierung des Prolaktins zurückführe. Ich kann aber keinen fruchtbaren Zervixschleim feststellen, was mich etwas besorgt und was ich nicht richtig interpretieren kann (fehlender Eisprung?). In diesem Zyklus werde ich versuchen Nachtkerzenöl zu nehmen. Ich möchte nicht unbedingt zum Gynäkologen, ich möchte keine Hormone untersuchen lassen und ich würde nur sehr ungern Temperatur messen. Ich weiß, dass ich etwas älter bin und dass es unter Umständen etwas länger dauern kann aber das mit dem Zervixschleim kann ich nicht richtig verstehen. Als Zusatzinformation: mein Freund ist eigentlich sehr fruchtbar und wir schlafen oft genug miteinander, ohne Stress und ausgeprägten Kinderwunsch.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frau M.

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Antwort der Redaktion Medizinkritik am 21.12.2004:

 

 

Sehr geehrte Frau M.

 

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

 

Zwischen den Zeilen glaube ich lesen zu können, dass es für Sie und Ihren Partner nicht unbedingt katastrophal wäre, wenn es mit dem gewünschten Baby nicht klappen würde. Wenn etwas "nicht sein soll", vom Schicksal her bestimmt oder von einer höheren Macht aus, oder einfach von den Umständen her, dann ist es besser, dies zu akzeptieren, als es mit aller Gewalt zu erzwingen. Gerade wenn es um solch sensible Bereiche wie der Weitergabe des menschlichen Lebens geht.

 

Ihre Skepsis der Gynäkologie gegenüber finde ich sehr sympathisch.

 

Die Einnahme der Pille in den letzten beiden Jahren und zu Beginn der sog. Prämenopause, also der Zeit, wo die Fruchtbarkeit der Frau nachzulassen beginnt, war allerdings leider nicht glücklich. Es könnte sein, dass Ihre Fruchtbarkeit hierdurch zusätzlich gemindert worden ist.

 

Fehlender Zervixschleim könnte auf nicht ausreichende Reifung der Eibläschen hinweisen. Zur Erinnerung: Zervixschleim wird hervorgerufen durch Östradiol, Östradiol steigt zum Eisprung hin in dem Maße an, wie die Eibläschen wachsen. Wenig Eibläschenwachstum -> wenig Östradiol -> wenig Zervixschleim.

Machen Sie sich doch bitte mal die Mühe und messen wenigstens 2-3 Zyklen die morgendliche Aufwachtemperatur (Tabellen gibt es bei www.iner.org ; quecksilberfreie "Analog-Thermometer" von Geratherm gibts in der Apotheke). Dann können Sie sehen, ob auch die Eisprünge möglicherweise ausbleiben. Wenn Sie keinen biphasischen Zyklus haben (Tieflagenphase - Hochlagenphase), dann finden auch keine Eisprünge statt. Und dann muss man mal sehen, was man machen kann.

 

Im von mir sehr geschätzten "Frauenheilbuch" von Heide Fischer, Nymphenburger Verlag gibt es z.B. Teerezepte. Da ist auch eines, das ist "für mehr weiblichen Rhythmus". Oder ein "ovulationsfördernder Tee". Es gibt dort Teemischungen mit "Östrogenpflanzen" und solche mit "Progesteronpflanzen". Man kann auch homöopathisch und mit Anthroposophika behandeln oder mit naturidentischem Progesteron in Cremeform.

 

Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, aber die Selbstdiagnostik ist bei Ihnen noch nicht ausgeschöpft.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred van Treek

Arzt für Allgemeinmedizin

und Naturheilkunde

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Antwort der Anfragerin am 22.12.2004:

 

 

Sehr geehrter Herr van Treek.

 

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

 

Ich denke dass sich meine Fruchtbarkeit wieder einstellt. Wahrscheinlich bin ich einfach nur ungeduldig.

Was ich letztens als Anfang der Periode betrachtete war wohl eine Ovulationsblutung verbunden mit sehr fruchtbarem Schleim. Jetzt, 7 Tage danach, verspüre ich leichte, stumpfe Schmerzen im rechten Eierstock, ich hoffe, dass sich dort keine Zyste gebildet hat.

Sollte ich meine Periode bekommen, werde ich mich weiter bemühen, meinen Zyklus regelmäßig zu machen, mit Kräutern und Homoöpathie.

Wahrscheinlich hat sich auch Stress in der Arbeit auf mein Hormonsystem etwas negativ ausgewirkt.

 

Vielen dank für Ihre Hilfe und für die Ermutigung zum Ausprobieren von natürlichen Heilmitteln.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frau M.

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Stand: 14. Dezember 2012
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