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Spät ein Kind ?

[ Spät ein Kind ? ] Pille gefährdet .... ] Natürliche Hilfen ]

 

Dieser Beitrag ist seit dem 11.02.2005 auf dieser Webseite

 

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Später Kinderwunsch

– verminderte Fruchtbarkeit!

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 31.01.2005:

 

Hallo liebes Expertenteam,

ich bin 35 (mein Mann 37) und habe einen fast dreijährigen Sohn, der nach einer 6monatigen Übungsphase (von denen 3 Monate Clomifen eingenommen wurde) gezeugt wurde. Die Schwangerschaft war absolut komplikationslos. Jetzt versuche ich seit 14 Monaten wieder schwanger zu werden. Mein Arzt hat sich eine (!) Tempikurve angesehen und mir gleich wieder Clomifen verschrieben. Die 6 Monate Clomi-Behandlung ist jetzt ohne Erfolg abgeschlossen. Während der Therapie hat nachweislich ein Eisprung stattgefunden. Seit Absetzen der Pille habe ich regelmäßig einen 28-Tages-Zyklus und mit Clomifen hat der Eisprung immer am 16. bzw. 17. Tag stattgefunden. Meine Regelblutung war immer nur einen Tag lang. Ich benötige max. 3 Tampons pro Blutung. Mein FA sagt, dass ist in Ordnung und hat auf eine zukünftige Schwangerschaft keinerlei Auswirkungen. Ich glaube dieses nicht. Meine Befürchtung ist, dass die Schleimhaut nicht optimal aufgebaut ist und somit eine Einnistung schwierig wird. Mein Frauenarzt sagt, das beim Ultraschall kurz vorm Eisprung der Schleimhautaufbau völlig normal sei. Na ja, er ist der Arzt. Trotzdem ist die zweite Zyklushälfte bei einem Eisprung am 17. Tag zu kurz. Also, was soll ich nun tun ?

Vielen Dank für eine baldige Antwort.

Frau V.

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Antwort der Redaktion Medizinkritik am 03.02.2005:

 

Sehr geehrte Frau V.

 

Um klare Aussagen treffen zu können wäre es wichtig, Ihre Temperaturkurven mal gemeinsam anzuschauen.

Das Gelbkörperhormon Progesteron macht die Temperaturerhöhung in der zweiten Zyklusphase, in der Phase nach dem Eisprung. Sie sollte mindestens 10 Tage, besser noch 12 oder 13 Tage lang sein. Dann hat der Embryo genügend Zeit für eine glückende Einnistung.

Bei Ihrem ersten Kind hat es zwar glücklicherweise gut mit Clomifen geklappt, wobei Clomifen aber keinen Einfluss auf die Temperaturhochlage hat, sondern lediglich eisprungauslösend wirkt.

Wie Sie aber aus den Beiträgen meiner Webseite sicherlich ersehen konnten, kann die Naturheilkunde die Manipulation am Fruchtbarkeitszyklus der Frau mit künstlichen hormonwirksamen Pharmaka nicht unterstützen. Es gibt zahlreiche natürliche Methoden, die die schulmedizinische Pharamakotherapie überflüssig machen. Leider stehen dem die Universitäts- und Medizinwirklichkeit und die Interessen der Gynäkologen und der Pharmaindustrie entgegen.

 

Vielleicht könnten Sie sich mal mit Wirkungen und Bedeutung des Progesterons befassen. Progesteron ist bei Gelbkörperschwäche therapeutisch anwendbar als Salbe.

Literatur: Natürliches Progesteron von Anna Rushton, Goldmann-Verlag. 

 

Ein anderer Gesichtspunkt ist allerdings, dass die Menschen heutzutage leider zu lange mit dem Kinderkriegen warten. Mit 35 beginnt bei vielen Frauen schon die Prämenopause, in der auch die Fruchtbarkeit nachlässt. Hier irgendwas erzwingen zu wollen ist aus der Sicht der Naturheilkunde auch nicht so gut.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

Arzt für Allgemeinmedizin

und Naturheilkunde 

 

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Antwort der Anfragerin am 07.02.2005:

 

 

Hallo Herr van Treek,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe natürlich noch ein paar Fragen. Welche Mittel der Naturheilkunde könnte ich anwenden, falls eine Gelbkörperschwäche vorliegt.

Meine aktuelle Kurve zeigt zwischen dem 1. und 12. Tag Werte zwischen 36,3 und 36,5 auf. Am 13. Tag liegt sie bei 36,2 und am 14. Tag bei 36,0. Dann geht es seitdem mit 36,5 weiter und das sind jetzt schon 3 Tage. Also keine eigentliche Hochlage. Können Sie sich das erklären?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Frau V.

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Zweite Antwort der Redaktion Medizinkritik am 07.02.2005:

 

 

Sehr geehrte Frau V.

 

Bei Gelbkörperschwäche gibt die Naturheilkunde naturidentisches Progesteron, welches aus der Yams-Wurzel gewonnen wird. Siehe das bereits empfohlene Buch von Rushton. Weitere sehr wertvolle Hinweise finden Sie bei Heide Fischer, Frauenheilbuch, Nymphenburger Verlag.

Zu Ihrer "Tempi-Kurve": wenn ich richtig mitzähle, sind Sie heute am 17. Tag. Sollte die Temperatur morgen ansteigen, dann können Sie bei einem 28-Tage-Zyklus immer noch 11 Tage Hochlage haben. Das könnte für eine angestrebte Schwangerschaft so gerade reichen. Wenn die Temperatur nicht ansteigt, spricht es allerdings tatsächlich für eine Gelbkörperschwäche. Die Erklärung wäre einfach: Kein Eisprung -> kein Progesteron -> keine Temperaturhochlage. Mit 35 Jahren könnte man noch 1-2 Jahre Therapieversuche machen, darüber hinaus würde ich nach meinem Empfinden nicht gehen. Selbst wenn Sie dann schwanger werden sollten, würden Sie in der Schulmedizin als "Spätgebärende" und Ihre "Schwangerschaft" als Risikoschwangerschaft mit allen Konsequenzen gelten, z.B. auch mit der m.E. nach ethisch verwerflichen Fruchtwasseruntersuchung (Fehlgeburtsrisiko: 3 % !).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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