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Yasmin/Miranova etc.

 

Dieser Beitrag steht seit dem 11.02.2005 auf der WebSite

 

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Trinordiol – Yasmin – Miranova

Verschiedene Pillen – verschiedene Nebenwirkungen

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 09.02.2005:

 

 

Hallo liebes Team,

 

ich bin 27 Jahre alt und nehme wie viele junge Frauen seit langer Zeit die Pille ein (ca. seit meinem 16. Lebensjahr). Erst hatte ich als Pille die Trinordiol, die ich zwar erst ganz gut vertrug, aber dann immer mehr Nebenwirkungen wie schlechte Haut, Kopfschmerzen und vermehrte Platzangst bekam. Dann bekam ich die Yasmin, die bei mir durchgehende Kopfschmerzen und Migräne auslöste, mir ging es mit der Pille so richtig schlecht. Nun habe ich seit ca. 4 Monaten die Miranova. Soweit bin ich ganz zufrieden, meine Kopfschmerzen sind weg, Regelscherzen habe ich auch kaum, aber dafür verliere ich sehr viele Haare, was mir Angst bereitet. Meine Frauenärztin ist allerdings davon überzeugt, dass es nicht an der Pille liegen kann, sondern an der Ernährung. Ich esse aber soweit ganz normal und versuche jetzt noch ausgewogener zu essen. Ich nehme zusätzlich noch gegen den Haarverlust Biotin Kapseln ein. Können Sie mir weiterhelfen und mir sagen, woher mein Haarausfall kommen kann?

 

Liebe Grüße

 

Frau L.

 

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Antwort der Redaktion Medizinkritik am 09.02.2005:

 

 

Sehr geehrte Frau L.

 

Ihre Schilderung ist sehr typisch für junge Frauen, die mit der Pille verhüten. Anfangs ist sie relativ gut verträglich, weil der Körper noch keine Symptomatik aufgrund dieser unnatürlichen Veränderung seines Hormonstoffwechsels aufgebaut hat. Der Körper kann noch "kompensieren" - wie die Ärzte sagen. Wenn sich die Schädigung des Organismus aber aufgrund des Zeitfaktors summiert hat, dann kommen die Symptome, also die Beschwerden.

Da die von Ihnen genannten Antibabypillen (Trinordiol, Yasmin, Miranova) im Prinzip gleich wirken, nämlich durch die Hemmung des Eisprungs, haben Sie bei jeder Pille irgendeine Nebenwirkung. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich allenthalben deswegen, weil die Zusammensetzungen und Konzentrationen der Inhaltsstoffe etwas voneinander abweichen:

Trinordiol (Wyeth Pharma GmbH, 48159 Münster, Wienburgstraße): Ethinylestradiol 0,03 mg, Levonorgestrel 0,05 mg.

Yasmin (Schering, 10589 Berlin, Max-Dohrn-Straße):

Ethinylestradiol 0,03 mg, Drospirenon 3 mg.

Miranova (ebenfalls Firma Schering):

Ethyinylestradiol 0,02 mg, Levonorgestrel 0,1 mg.

 

Sie sehen die Ähnlichkeit bei der Zusammensetzung. Es ist immer der künstliche Östradiolersatzstoff Ethinylestradiol enthalten und zusätzlich ein Gelbkörperhormonersatzstoff. Es sind aber immer "Kunststoffe", die die Natur nicht kennt. Diese Kunststoffe gaukeln Ihrem Körper eine Schwangerschaft vor, so dass (meistens) der Eisprung unterdrückt wird.

Nach einem Eisprung hat die gesunde Frau, die nicht die Pille nimmt, reichlich Produktion von Gelbkörperhormon. Es gibt nur ein einziges Gelbkörperhormon, welches die Mediziner Progesteron nennen. Dieses Progesteron wirkt nach dem Eisprung noch 12- bis 14 Tage. Wenn es nicht zu einer  Schwangerschaft gekommen ist, dann wird dem Gelbkörper signalisiert, seine Progesteronproduktion einzustellen. Wenn dies geschehen ist, dann kommt es zur Blutung. Die Schleimhaut wird durch Progesteron festgehalten. Progesteron ist für die Schwangerschaft notwendig, deswegen heißt es "Pro-Gesteron", also "für-die-Schwangerschaft".

Aber ob Schwangerschaft oder nicht, die Frau braucht ihr natürliches, körpereigenes Progesteron. Es tut ihr einfach gut, es ist für ihre Gesundheit absolut notwendig. Kein Progestin kann das ersetzen, auch nicht Levonorgestrel oder Drospirenon, welches vom biochemischen Aufbau her dem Progesteron täuschend ähnlich sieht. Aber es ist nur "ähnlich" und nicht das gleiche, es ist nicht natürlich, es ist ein Kunststoff, den Sie und Millionen anderer Frauen täglich in Ihren Körper hineinlassen, weil es die "medical correctness" so will. Wie Sie vielleicht aufgrund der Artikel meiner Webseite gemerkt haben, teile ich diese Korrektheit nicht.

 

Ein kleiner Exkurs:

Was meine ich mit „medical correctness“? – Nun, man erachtet es in der Medizin für korrekt, die Masse der Bevölkerung bei ihrer Begehrlichkeit nach schnellem und bequemem Sex zu unterstützen. Das Vehikel dazu ist die Verhütung. Den Preis für die Verhütung bezahlt fast ausschließlich die Frau, denn deren Organismus wird manipuliert. Es ist somit ein Preis, den die Frau mit ihrer Gesundheit an Leib und Seele bezahlen muss. Der Arztberuf ist traditionell auf das Heilen ausgerichtet. Erst in den letzten Jahrzehnten hat gerade der gynäkologische Teil der Medizin diesen positiven Weg verlassen und betätigt sich nun vorwiegend auf kommerziell einträglichen Gebieten wie Verhütung, Abtreibung und künstlicher Befruchtung. Die Hauptursachen für die sekundäre Unfruchtbarkeit sind Verhütung und Abtreibung. Sehen Sie die “mafiösen“ Zusammenhänge? Verschiedene Gebiete der Gynäkologie verschaffen sich gegenseitig ihr Klientel. Und Pharmariesen wie Schering, Grünenthal, Organon, Pharmacia, HEXAL, Wyeth, Jenapharm, Janssen-Cilag und STADA verdienen gut an der Korruptheit der Gynäkologen und auf Kosten der Gesundheit der Frauen. Diese Verletzungen des fraulichen Menschenrechts auf Integrität ihrer natürlichen Körperfunktionen sollte nicht hingenommen werden. Wenn nun ein Arzt diese Zustände kritisiert, dann – und jetzt sind wir wieder beim Beginn dieses Exkurses – verstößt er gegen die „medical correctness“, er ist sozusagen ein „Nestbeschmutzer“, der den „Kollegen“ das Geschäft vermasseln will. Wenn irgendein Medikament auch nur einen Bruchteil der Nebenwirkungen der Pille hätte, dann wäre es längst verboten. Aber die Pille ist eben kein Medikament, sondern eine „Lifestyledroge“.

 

Doch nun wieder zu Ihrem Problem:

Schlechte Haut, Kopfschmerzen und das Psychosymptom Platzangst sind Zeichen einer Östrogendominanz. Wenn zuwenig Progesteron da ist, um die körpereigenen oder pharmazeutische Östrogene auszugleichen, dann kommt es zur Östrogendominanz. Auch Migräne und Haarausfall sind typische Zeichen für Östrogendominanz.

 

Wählen Sie doch die Natürliche Empfängnisregelung als "Ihre" Methode, mit ihr können Sie im Einklang mit Ihrem Körper leben und Ihr Partner kann auch noch seinen Teil zu dieser wichtigen Lebensfrage beitragen; nicht umsonst heißt die NER ja auch: "der partnerschaftliche Weg". Siehe dazu: www.iner.org;

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

Arzt für Allgemeinmedizin

und Naturheilkunde

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Stand: 14. Dezember 2012
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